Der gesunde Hund
Wie Menschen, können Hunde auch erkranken. Es gibt einige grundlegende Informationen, um festzustellen, ob Ihr Hund wirklich krank ist oder nicht. Aber um dies herauszufinden, müssen sie zunächst die Grundwerte des gesunden Hundes kennen.
 
Der Herzschlag eines Hundes
Der Herzschlag von sehr jungen Welpen und Hunden im Ruhezustand, variiert zwischen 110 und 120 Schlägen pro Minute.
Erwachsene Hunde haben einen Ruhepuls zwischen 50 und 100 Schlägen, während ältere Hunde eine Herzfrequenz von 70 bis 80 Schlägen pro Minute haben.
Man fühlt die Herzfrequenz für mindestens 15 Sekunden und multipliziert mit 4.
Am Besten zählt man eine volle Minute. Bei manchen Hunden ist es schwierig, weil sie sehr aktiv sind. Sie können den Puls mit Zeige-und Mittelfinger, auf der Innenseite des Hinterschenkels weit oben messen.
Dort ist die Schlagader gut zu tasten.
Bei dem gesunden Hund ist die Herzfrequenz etwas unregelmäßig.
Ist die Frequenz zu hoch, kann dies auf eine Erkrankung hinweisen.

 Die Atemfrequenz
Die Atemfrequenz ist auch altersabhängig.  Ein junger Hund wird von 18 bis 20 mal pro Minute atmen, ein erwachsener Hund wird von 16 bis 18 mal pro Minute zu atmen, und ein älterer Hund wird von 14 bis 16 Mal pro Minute atmen. Ein Hund atmet während und nach körperlicher Anstrengung schneller. Normalerweise wird der Hund durch die Nase atmen. Unter Spannung, Wörme und Bewegung, wird der Hund durch den Mund atmen und hecheln. Hecheln im Ruhezustand ist meist ein Zeichen dafür, dass der Hund sich nicht wohl fühlt. Wenn man zählen möchte, wie oft der Hund atmet, zählt nur die Einatmung oder Ausatmung, Nicht beides!

Die Temperatur eines Hundes
Die normale Temperatur des Hundes variiert zwischen 38 Grad Celsius und 39 Grad Celsius. Die Temperatur sollte rektal gemessen werden.
Dazu fassen Sie den Schwanz und ziehen Sie ihn leicht nach oben. Führen Sie die eingefettete Spitze des Thermometers ca. 3 cm tief in den After und halten bis zum Ertönen des Signaltons fest. Die Temperatur ist eine wertvolle Informationen, wenn der Hund krank ist. Hat der Hund Fieber, sollte mehrmals täglich gemessen werden.
Jüngere Hunde haben meisst höhere Temperaturen als Ältere.
 
Kapillare Füllzeit
Die Schleimhäute geben auch Auskunft über den Gesundheitszustand des Hundes.
Die kapillare Füllzeit ist zu beurteilen, an den Bindehäuten, dem Zahnfleisch, der Lefzeninnenseite und der Zunge.
Sie sollten beim ruhenden Hund blass rosa erscheinen. Unter Anstrengung werden sie kräftig rosa.
Die kapillare Füllzeit kann man messen, indem man mit dem Finger ca. eine Sekunde lang, auf dem Zahnfleisch Druck ausübt. Nimmt man den Finger fort, füllt sich die Stelle auf der, der Druck war, innerhalb von weniger als 2 Sekunden wieder mit Blut und hat die rosa Färbung wieder angenommen.

ernährung Ernährung

Die Vorfahren unserer Haushunde, die Wölfe, fraßen ihre Beute mit Haut und Haar.Muskelfleisch ebenso wie den halb verdauten Pflanzenbrei im Magen und Darm, allerlei Bindegewebe und unverdauliche Ballaststoffe. An dieser Ernährung sollte man sich auch heute, bei dem modernen Haushund orientieren. Man kann die Hunde mit Fertignahrung, sowie mit Frischfutter ausgewogen ernähren. Hier sollte man auch beachten, dass frisch zubereitetes, mehr Vitamine enthält, als haltbar gemachtes Fertigfutter. Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an. Ca 75-90% tierische Erzeugnisse (Fleisch, Knochen, Milchprodukte), 10-25% pflanzliche Erzeugnisse (Gemüse/Obst/Getreide)

Futtermenge
Grundsätzlich lassen sich keine Pauschalangaben machen. Die Menge ist abhängig von Alter, Größe und Bewegung. Die vordere Rippenreihe des Hundes, soll sich unter leichten Druck gut ertasten lassen. Sauberes Wasser muss dem Hund immer zur Verfügung stehen.

gebiss

Gebissentwicklung

Hunde werden, wie wir Menschen auch, ohne Zähne geboren. Erst in einem Alter von drei bis vier Wochen brechen nacheinander die Milchzähne durch. Das Milchgebiss
besteht aus 28 Zähnen.

Im Ober- und Unterkiefer links und rechts jeweils aus:

3 Milchschneidezähnen (Incivsivi)
1 Milchfangzahn (Caninus)
3 Milchvorbackenzähnen (Prämolaren)

Die Milchzähne sind spitzer und kleiner, als die des bleibenden Hundegebisses. Der 1. Prämolare, sowie die Molaren sind im Milchgebiss nicht angelegt.

Zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat findet der Zahnwechsel statt.
Der Zeitpunkt, an dem der Zahnwechsel abgeschlossen ist, ist auch von der Rasse abhängig. Der Zahnwechsel beginnt mit den Schneidezähnen. Nacheinander kommen die Molaren, und die anderen Prämolaren werden gewechselt. Die Eckzähne brauchen etwas mehr Zeit, da ihre Wurzel länger ist.

Die Milchzähne besitzen vollständig ausgebildete Zahnwurzeln. Unter jedem
Milchzahn sitzt der so genannte Zahnkeim des bleibenden Zahns. Wenn dieser
anfängt zu wachsen, übt er dabei Druck auf die Wurzelspitze des Milchzahns
aus. Es kommt zur Drucknekrose, d.h. die Zahnwurzel des Milchzahns stirbt ab.
Nach vollständiger Resorption der Milchzahnwurzel, fällt der Zahnrest aus und
gibt den Platz für den bleibenden Zahn frei. Dies setzt eine korrekte Position
der Zahnanlage voraus. Die Milchzähne fallen aus, die bleibenden Zähne kommen durch.

Man kann dem Hund den Zahnwechsel erleichtern, indem man ihm harte Kausachen, wie Ochsenziemer, Kauhufe, Rinderhaut etc. anbietet.

Das vollständige Gebiss des erwachsenen Hundes umfasst 42 Zähne.


Jeweils links und rechts im Oberkiefer:

3 Schneidezähne (Inzisivi-I)
1 Fangzahn (Caninus-C)
4 Vorbackenzähne (Prämolaren-P)
2 Backenzähne (Molaren-M)

oberkiefer
Jeweils links und rechts im Unterkiefer:

unterkiefer
3 Schneidezähne (Inzisivi- I)
1 Fangzahn (Caninus-C)
4 Vorbackenzähne (Prämolaren-P)
3 Backenzähne (Molaren-M)

zahnpflege

Zahnpflege beim Hund

Auch Hunde können unter Zahnerkrankungen leiden. Sie bekommen in seltenen Fällen Karies, häufiger leiden sie schon mit zwei Jahren an Parodontitis.
Gerade kleinwüchsige Rassen, wie der Sheltie sind eher davon betroffen. Zunächst bildet sich Zahnbelag. Wird der nicht entfernt, entsteht Zahnstein. Es kommt zu unangenehmen Maulgeruch und später zu Parodontitis.
Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, die durch eine Entzündung von Zahnfleisch, Wurzelhaut und Zahnfach sowie im fortgeschrittenen Stadium, durch eine Schädigung des Zahnzements und der Kieferknochen gekennzeichnet ist. Sie ist die wichtigste Ursache des Zahnverlusts beim Hund.
Die Parodontitis wird durch Bakterien in der Maulhöhle verursacht. Diese können auch Entzündungen der inneren Organe (Nieren, Herz , Leber) begünstigen und das Allgemeinbefinden ist gestärt.

Der Zoo-Handel und beim Tierarzt gibt es einige Präparate, die zur Vorbeugung gegeben werden können.
Ein Gel zum Auftragen, einen Trinkwasserzusatz, Hundezahnpasta und Bürste.
Wenn man die Zähne putzt, sollte man dies zwei mal wöchentlich tun. Schon vom Welpen an, gewöhnt man den Hund daran.
Rohe Kalbsbrust, Kauspielzeug und Trockenkauartikel tragen zur Zahn- und Zahnfleischpflege bei.

Beugt man so der Zahnsteinbildung vor, kann man seinen Hund vor belastenden Narkosen und Schmerzen bewahren.

Informationen zur Zahnfehlstellung.
Lexikon der Zahnheilkunde.

Lanzenzahn, oder Lance-Canine

Leider bei Shelties keine Seltenheit. Eine genetische Disposition ist hier nicht auszuschliessen. Mit Merkmalsträgern sollte nicht gezüchtet werden.
Ein Hund mit dieser Zahnfehlstellung sollte dem Fachtierarzt zeitnah (6.-7. Monat) vorgestellt werden, damit es keine Funktionsstörungen in der weiteren Entwicklung gibt.
Es besteht die Möglichkeit den Zahn in seiner Position aufzurichten mittels Kieferorthopädischer Maßnahmen(z.B. Power-Chains).
Eine andere Möglichkeit wäre, den schiefen Zahn zu extrahieren. Oder aber auch fachgerechtes Kürzen mit Auffüllen und Versiegeln der Zahnwurzel wäre eine Option.

zahnpflegeHier beginnt ein Lanzenzahn an der falschen Stelle durchzubrechen. Der Milchcanini ist bereits ausgefallen. Jetzt sollte der Hund dem Tierarzt vorgestellt werden.

zahnpflegeSo sieht der korrekte Milchzahndurchbruch vom oberen Canini aus. Der Milchzahn müsste bald ausfallen, dann hat der neue Canini genug Platz in die Lücke zu treten.

zahnpflegeOberes Bild von unten nach oben. Ein rechtzeitiges Ziehen des Zahns kann Schlimmeres verhindern.

zahnpflegeLanzenzahn eines ca zweijährigen Shelties.

Eine Untersuchung des "Lance" Canine Teeth ist auf der Seite der A.S.S.A. zu finden.

zahnpflegeBei diesem Sheltie steht der untere Canini zu weit nach vorne.
Desweiteren hat er einen Vorbiss. Hier hätte man im Welpenalter eine Zahnkorrektur vornehmen lassen können.
 zahnpflegeAls Folge davon hat der Hund vermehrt Zahnsteinbildung und zwei Schneidezähne mussten gezogen werden, weil er CORL (Canine odontoklastische resorptive Läsionen) hatte.
 

 Der MDR1 Defekt ist ein Störung in der Blut-Hirn Schranke bei Collies, Shelties, und einigen anderen Hunderassen.
Ist ein Hund vom MDR1-Defekt betroffen, wird kein P-Glykoprotein mehr gebildet und der Hund kann an bestimmten medizinischen Wirkstoffen sogar sterben. Dies sollte ein Tierarzt unbedingt wissen, wenn er Hunde gefährdeter Rassen behandelt. Für alle Medikamente auf der Liste, gibt es aus therapeutisch-klinischer Sicht jedoch therapeutische und wirksame Alternativen.
Beim Menschen wird der MDR1 Defekt nicht als Erbkrankheit, sondern als natürliche Genvariante betrachtet.

Infoseite MDR1 der Uni Giessen

Liste der kritischen Arzneistoffe.

Hier finden sie wichtige Informationen zum Thema Vergiftung

Donald Donald Duck vom Twistesee im Alter von 11 Jahren
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Maren Streibel


Der alte Hund

Oftmals stellen sich beim Hund die Anzeichen des Älterwerdens schleichend ein.
Die ersten grauen Haaren sind bei manchen Shelties schon mit 5 Jahren zu entdecken. In diesem Alter sind sie aber noch sehr aktiv.
Bei einem Sheltie kann man davon ausgehen, dass sie ab ca 9 Jahren die ersten Altersanzeichen zeigen.

Dies kann sich bemerkbar machen in:

Schlechteren Hörvermögen.
Seheinschränkung oder Sehverlust.
Bewegungsunlust.
Inkontinenz.
Nierenprobleme
Nächtliches Umherwandern/Demenz.
Gewichtsverlust- oder zunahme.

Ursachen hierfür können organische und hormonelle Störungen, Gelenkserkrankungen (Arthrosen) oder schlechte Zähne sein. Es ist wichtig, seinen alternden Sheltie regelmässig einem Tierarzt vorzustellen und die nötigen Untersuchungen einleiten zu lassen. Der Krebs ist leider auch beim Hund eine häufige Todesursache.

Beim alten Hund sollte regelmässige Fellpflege, Zahn und Ohrenreinigung, schneiden der Krallen und Kontrolle der Gesäugeleisten und Analregion (Analdrüsen) erfolgen.
Bewegung und Spiel und Spass sind auch für den alternden Hund sehr wichtig. Aber eben dem Alter angepasst.

  Behandlungsweisen

Mit der konventionellen Medizin, der Schulmedizin, haben die meisten Hundehalter von Anfang an Kontakt, wenn sie sich ihren Welpen ins Haus holen. Es ist die Lehre, wie sie an Universitäten und Hochschulen gelehrt wird. Es sind allgemein anerkannte und jederzeit überprübare Methoden und Heilmittel. Sie sollte immer auf den neuesten medizinischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Neue Technologien, wie sie auch im humanmedizinischen Bereich üblich sind, haben in der Veterinärmedizin Einzug gehalten. Genau wie in der Humanmedizin, werden deshalb verschiedene Fachbereiche heute von speziell ausgebildeten Tierärztinnen und -Ärzten betreut, wenn es beispielsweise um Krankheitsbilder geht, die spezielle, über gängige Verfahren hinausgehende, Untersuchungen erfordern(z.B. MRT/CT/Biopsie).

Vor Jahren gab es noch nicht viele Tier-Physiotherapeuten, weil man dachte, dass dies nicht für Tiere geeignet war. Seit einigen Jahren ist es Gang und Gäbe, wenn man mit seinem Haustier zur Physiotherapie geht. Hunde, Katzen und sogar Pferde profitieren von der Physiotherapie. Physiotherapie kann nicht nur schmerzlindernd sein, sondern fördert auch die Heilung nach Operationen. Es hilft dem Hund schneller wieder auf die Beine. Ältere Hunde profitieren sehr von der physikalischen Therapie, weil ihre Gelenke durch Bewegung und Massage geschmeidig gehalten werden. Auch die Schmerzlinderung bei älteren Hunden kann mit der Pysiotherapie unterstützt werden.

Die Naturheilkunde leistet heute auch schon einen wichtigen Beitrag in der Veterinärmedizin. Es gibt verschiedene Bereiche, wie Bachblütentherapie, Enzymtherapie, Phytotherapie, Aromatherapie und Homöopathie.
Die Homöopathie spielt heute auch eine wichtige Rolle in der Veterinärmedizin. Es gibt viele Krankheiten bei Tieren, die homöopathisch behandelt und unterstützt werden können.

Die Naturheilverfahren und die Physiotherapie sind gut mit der Schulmedizin zu kombinieren, da sie eine langfristige Heilung oder Linderung einer Krankheit fördern können.
Was zählt ist der Erfolg!

Physiotherapie

Die ausführliche Erklärung zur Arbeitsweise der Tierphysiotherapheuten und Suchfunktion für Therapheuten in ihrer Nähe.
Tierphysiotherapie (Link)

Homäophatie

Die klassische Homöophatie ist eine Heilmethode für Mensch und Tier.
Die Begründung in der Homöopathie liegt bei von Dr. Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843)
Er nannte das ähnlichste und somit passenste Mittel für den Krankheitsfall: Simillimum.
Das bedeutet, dass eine Erkrankung mit einem Mittel geheilt werden kann, das in entsprechender Dosierung selbst dieselben Syptome auslösen kann.
Durch das Verdünnen und Verschütteln der homöophatischen Substanz wird ihr Energiemuster auf das Verdünnungsmittel übertragen. Dieses bewirkt die Verstürkung des Mittels (Potenzierung).
Die Homäopathie zielt darauf ab, den Organismuss durch feinstoffliche Reize (Simile)anzuregen und somit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Es gibt an die 2500 voll- bzw. teilgeprüfte Heilsubstanzen in der Homäophatie.

Für eine richtige Behandlung des kranken Tieres, ist eine umfassende Anamese und eine Untersuchung wichtig.
Die Homöopathie betrachtet immer den gesamten Patienten für die Findung des richtigen Mittels.
Man unterscheidet zwischen akuten Erkrankungen oder chronischen Erkrankungen.


Narkose

Informationen zur Narkose.


AugenDie progressive Retina Atropie/PRA

Die PRA ist eine autosomal rezessive Erberkrankung. Das bedeutet, das beide Geschlechter diese Erkrankung bekommen können. Es gibt Träger dieses Gens, die gesund bleiben. Betroffene Tiere tragen die Anlage der PRA in homozygoter Ausprägung in sich.
Die PRA kann erst nach Jahren ausbrechen. Deshalb ist es wichtig, Zuchthunde mindestens alle zwei Jahre darauf untersuchen zu lassen.
Das Krankheitsbild äussert sich zunächst meist darin, dass die Hunde im Dunkeln schlechter sehen können. Hervorgerufen durch ein Absterben der Stäbchen auf der Netzhaut. Später folgen die Zapfen und der Hund kann auch tagsüber schlechter sehen. Die Krankheit führt zur totalen Erblindung beider Augen.
Es gibt verschiedene Formen des Auftretens der PRA.

Die frühe Form, mit einem schlechten Dämmerungssehen in einem Alter ab sechs Monaten und einer vollständigen Erblindung von ein bis zwei Jahren.

Die mittlere Form, mit den ersten Syptomen im Alter von ein bis zwei Jahren und der Erblindung im Alter von drei bis fünf Jahren.

Die späte Form, mit schlechtem Nachtsehen im Alter von drei bis fünf Jahren und dem Endstadium im Alter von sechs bis neun Jahren.

Für die Untersuchung auf eine Form der PRA steht für den Sheltie(CNGA1-PRA) seit 2016 ein Gentest zur Verfügung.

Norwegische PRA-Seite

Collie Eye Anomalie/CEA

Die CEA ist ebenso eine autosomal-rezessiv erbliche Augenkrankheit. Hierbei handelt es sich um eine Veränderung des Augenhintergrundes. Leichte Formen beeinträchtigen das Sehen nicht. Dagegen Netzhautablösungen mit Blutungen im Auge gehen mit Erblinden einher. Eine CEA verändert sich im Laufe des Hundelebens nicht. Lediglich bei der schweren Form mit starken Ausstülpungen (Kolobom) kann es durch Überbelastung später zur Ablösung der Netzhaut kommen.

Welpen werden im Alter von sechs bis neun Wochen auf CEA untersucht. In diesem Alter ist das Auge noch nicht durchpigmentiert und der Ophthalmologe kann so den Augenhintergrund auf Veränderungen untersuchen.
Auch ist, falls die Welpenuntersuchung nicht gemacht wurde, ein späterer Gen-Test verfügbar.
Laboklin

Distichiasis

Der Begriff "Distichiasis" steht für das Vorkommen einzelner oder mehrerer Haare auf dem äusseren Lidrand.
Es handelt sich um eine genetische Fehlanlage von Drüsenzellen. Anstatt Sekret zu bilden wachsen aus diesen Zellen Häärchen.

Diese kleinen Haare sind im allgemeinen kurz. Sie können ganz fein sein, aber auch borstenartig hoch stehen. In vielen Fällen sind sie nur mit Hilfe einer Vergrößerung (Lupe, Augenmikroskop) zu sehen. Im Gegensatz zu den Wimpern drehen sie sich nicht zum Schutz des Auges nach außen, sondern liegen oder stehen auf dem Lidrand. Hier können sie durch ständige Irritation der Hornhaut zu gereizten und tränenden Augen führen. Kneift der Hund die Augenlider schmerzhaft zusammen, z.b. aufgrund eines kleinen Fremdkörpers oder einer Hornhautverletzung, kann es durch die Distichiasishaare zu Heilungsschwierigkeiten an der Hornhaut kommen. Besondere Bedeutung hat dies beim älteren Hund, wenn die Heilungsprozesse aufgrund des Alters schon langsamer ablaufen.

Therapeutisch kann man langfristige Erfolge mit chirurgischem Veröden, Vereisen oder Herausschneiden der kleinen Haaranlagen haben. Für alle Maßnahmen ist eine Narkose notwendig. Leider gibt es immer wieder nachwachsende Haare, so dass eine wiederholte Therapie notwendig werden kann.
In einigen Fällen sind die Härchen mit bloßem Auge sichtbar. Dann kann man sie theoretisch auch regelmäßig durch Zupfen entfernen.

Ein genauer Erbgang ist für die Distichiasis bisher nicht bekannt. Das gehäufte Auftreten in verschiedenen Rassen bestärkt die Bewertung als Erbkrankheit und fordert züchterische Aufmerksamkeit.

Mit freundlicher Genehmigung, Praxis Dr. Gudrun Steinbach.
Dissertation über die Distichiasis beim Elo.

Mikrophtalmie

Augen
Bezeichnet die angeborene, unübliche Kleinheit oder auch nur rudimentäre Ausbildung eines oder beider Augäpfel.
(Quelle: Wikipedia)


Vererbter Katarakt (Cataracta lentis-grauer Star)
Beschreibung


Herzerkrankungen
Die Informationsseite der LMU München über Herzerkrankungen.

Eine Studie der American Shetland Sheepdog Association zur PDA.


Hüftgelenksdysplasie/ HD

Bei der HD handelt es sich um eine Fehlausprägung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne nicht richtig zusammenpassen. Im schlimmsten Fall hat der Hund mit HD, sich steigernde oder lebenslange Schmerzen durch Arthrosen.

Die HD ist auch beim Sheltie eine Krankheit, die auftreten kann. Sie ist eine polygene Erbkrankheit. Das bedeutet, dass etwa über 20 verschiedene Gene an der Ausprägung zur HD beteiligt sind.
Zuchthunde müssen deshalb vor der Zuchtzulassung, ab einem Alter von 12 Monaten darauf, mittels einer Röngenaufnahme im narkotisierten relaxierten, exakt gelagerten Zustand, untersucht werden. Der Röntgenbefund wird von einem unabhängigen Tierarzt (Gutachter) ausgewertet.

Die Ausprägung wird in einzelne Schweregrade unterteilt:

A- frei
B- Verdacht
C- leichte
D- mittlere
E- schwere HD

Die HD wird auch durch die Umwelt beeinflusst. So können auch die Fütterung, das Gewicht und Bewegungsintensität während der Aufzuchtphase eine Rolle spielen.

Ein Verpaaren von HD-freien Hunden garantiert keine HD-Freiheit, da man immer auch die Ahnen vor den Eltern miteinbeziehen muss.

Mehr Informationen.


Patella Luxation

Die Patellaluxation, das bedeutet ein herausspringen der Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen und diese hat sich nach innen oder außen verlagert. Je nach körperlicher Konstitution des Hundes und Art der Erkrankung unterscheidet man vier Schweregrade.
Erste Anzeichen, können ein zeitweises hochziehen des Hinterlaufs sein.
Der Hund hat dann möglicherweise Schmerzen und nimmt eine für ihn angenehmere Schonhaltung ein, was jedoch langfristig eine Schwächung der Muskulatur nach sich zieht. Treten solche Symptome häufiger auf, ist eine schnelle Therapie nötig, um Folgeschäden wie z.B. Arthrose im Kniegelenk zu vermeiden. Eine eindeutige Diagnose kann nur mittels einer Röntgenuntersuchung gestellt werden.

Die Ursache für die Entstehung der Erkrankung ist nicht vollständig geklärt. Eine zu flach ausgebildete Gleitrinne und Abweichungen in der Knochenachse zwischen Ober- und Unterschenkel stehen häufig in Verbindung mit Luxationen der Kniescheibe.

Fersenkappenabriss(Slipped Tendon/Sheltiehäl/Kinnervika)

Der Fersenkappenabriss oder Luxation des Musculus flexor Digitalis superficialis kommt am häufigsten bei Collies, Shelties und deren Mischlingen vor. Es ist eine Erkrankung des Spunggelenks.
Es handelt sich dabei um eine Schwäche der Faserzüge die aus verschiedenen Sehnen bestehen und eine zu schwache Ausprägung der Rinne in der die Sehne entlang läuft. Ist der Zug auf die seitlichen Faserzüge zu stark, kommt es zum Abriss der Sehne. Daraufhin rutscht der oberflächliche Zehenbeuger vom Fersenbeinhöcker ab. Meist nach innen. Der Hund zeigt Lahmheit und evtl. auch Schmerzen. Manchmal ist auf dem Fersenbeinhöcker eine kirschgroße Schwellung zu beobachten. Ein verschieben der Sehne ist hier zu sehen: Video.
Die sinnvollste Behandlung ist eine schnelle Operation. Dabei werden die Faserzüge der gerissenen Sehnen wieder zusammengerafft und mit nicht resorbierbaren Fäden vernäht. Eine andere Variante ist das Durchbohren des Knochens und darin befestigt wird eine Drahtschlinge in der sie Sehne dann entlang läuft. Die Rinne am Fersenbeinhöcker wird meist auch noch durch Ausfräsen vertieft.
Die Prognose für operierte Hunde ist recht gut. Nach einer Schonzeit von 4-6 Wochen laufen die meisten Hunde lahmheitsfrei.
Bei manchen Hunden heilt die Verletzung durch strenge Ruhigstellung und Schonung aus.
In der finnischen Studie geht man von einem autosomal rezessiven Erbgang aus.
Auf einen polygenen Erbgang hin, wurde nicht untersucht.
Hunde die betroffen sind, sollten von der Zucht ausgeschlossen sein.
Würfe in denen es vorkam, sind nicht zu wiederholen.

Der Finnische Sheltieclub hat eine Liste mit erkrankten Hunden online gestellt (Link). Sie wird in regelmässigen Abständen aktualisiert. Ein vorbildliches Verhalten, was den Umgang mit Erkrankungen angeht.

Eine Studie zur Erblichkeit gibt es aus Finnland. Leider ist das Original nicht mehr online.
Die Übersetzung der Studie von den Dipl. Biologen Joachim Wrage und Tanja Buchner.

Operation und Darstellung.


Schwedische Untersuchung
(http://www.avelspoolensheltie.se/Grundbilder/sheltiehael.pdf) zu der Erkrankung.

Haben sie Fragen zum Thema, so scheuen sie sich nicht mich zu kontaktieren.
Ich sammle die Daten der Hunde, um später eventuelle familiäre Zusammenhänge darzustellen.

Erfahrungsberichte:
Sheltie Goya

Sheltie Feivel

Sheltie Pongo

Mein Tierarzt, der Erfahrung mit dieser Operation hat: Lüerssen-Hof


Knickrute/Blockwirbel/Keilwirbel

Ein Referat über Knickruten/Blockwirbel/Keilwirbel von Dr. Tellhelm


Hypothyreose

Beschreibung (Tierklinik- Heilbronn. de)


Hypoparathyreoidismus

Beschreibung (Vetcontact)

Beschreibung (Medizininfo.de)


Dermatomyositis/DMS

Die Dermatomyosistis ist eine Autoimmunerkrankung, die sich aber mit ihren ersten Anzeichen über Veränderungen der Haut bemerkbar macht. Beim Welpen können schon die ersten entzündlichen Hautveränderungen im Alter von 8 Wochen auftreten. Typische Stellen sind, um die Augen, der Nasenrücken, die Pfoten, die Schwanzspitze und die Ohren.
Die Haut entzündet sich, es bilden sich Krusten, Pigmentveränderungen und Haarlosigkeit an den Stellen.
Später können entzündliche Veränderungen der Muskulatur hinzukommen. Je nach Schweregrad der Erkrankung können Kau- und Schluckbeschwerden und Gehbeschwerden hinzukommen.
Bekommen Hunde die DM im Erwachsenenalter, so ist der Verlauf meisst ein milderer.
Krankheitsschübe werden oft ausgelöst von: Impfungen, Behandlung mit Antiparasitenmitteln, Sonneneintrahlung, positiver sowie negativer Stress und Hormonschwankungen z.B. zur Zeit der Läufigkeit.
Um eine DMS sicher zu diagnostizieren, muss eine Haut-bzw. Muskelbiopsie oder auch ein Elektromyogramm in spezialisierten Labors ausgewertet werden. Andere Hauterkrankungen, sollten im Vorfeld ausgeschlossen werden.

Leichte Formen der DMS heilen von alleine aus. Sehr schwere Formen, mit Beteiligung der Muskulatur, führen oft im Junghundalter schon zum Tod.
Die Behandlung der Hautveränderungen erfolgt durch Gabe von Vitamin E und Fettsäuren. Immun-modulierende Medikamente können in einigen Fällen auch zur Besserung beitragen.
Trental wird in angepassten Dosierungen verabreicht. Dies ist ein Durchblutungsmittel mit dem Wirkstoff Pentoxifyllin. Es hat einen Einfluss auf die Viskosität des Blutes an den betroffenen Stellen. Dort trägt es zur besseren Abheilung der Hautkomplexe bei.
Cortison sollte nur in besonders schweren Fällen zur Anwendung kommen, aufgrund zahlreicher Nebenwirkungen, die das Medikament mit sich bringt. Die Therapie kann je nach Schweregrad und Schwerpunkt der Beschwerden sehr varieren.
Hunde mit einer nachgewiesenen Dermatomyositis sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Erklärung von Rabea Engel zur DMS.

Es steht nun von verschiedenen Laboren ein Test zur Risikoanalyse beim Sheltie bereit.
Eurovetgene

Optigen/USA

Clemson Canine Genetics Infos und Test.

Hier der Krankheitsverlauf über ein Jahr, bei einem Sheltie, der im Alter von acht Wochen noch unauffällig war.
Ca. 15 Wochen
eve1Blutige Krusten im Ohr.
eve218 Wochen
eve37 Monate
eve410 Monate
eve5Fotos mit freundlicher Genehmigung von Manuela Dillenberger.

Ektopischer Ureter

Bericht von Frau Dr. Reichler

Kliniken für die Diagnostik des Ektopischen Ureter:
Prof. Dr. Rafael Nickel     Tierärztliche Klinik für Kleintiere
Kabels Stieg 41
D-22850 Norderstedt Telefon
(040) 52 98 94-0
Fax (040) 52 98 94-55
E-mail info@tierklinik-norderstedt.de
Dr. Stephan Hungerbühler    

Klinik für Kleintiere
Tierärztliche Hochschule Hannover
Bünteweg 9
30559 Hannover

Telefon: +49511 953-6200
Fax:      +49511 953-6203
 

JRD (juvenile renal dysplasia)
Beschreibung von DOGenes Inc.


Gallenblasenverhärtung beim Sheltie(Mukozele)
Die Gallenblasenverhärtung kommt gehäuft bei kleinwüchsigen Hunderassen vor. Es wird von einer genetischen Komponente ausgegangen.

Mehr Informationen dazu bei der A.S.S.A.


Fruchtbarkeitskontrolle

Rüden unterliegen keinen periodischen Zyklen. Sie sind ganzjährig sexuell aktiv.

Jenachdem wieviele intakte Hündinnen im Umfeld des Rüden leben, so kann es negative Auswirkungen auf sein Verhalten haben.

Maßnahmen zur Eindämmung der sexuellen Aktivität:

Hormonelle Behandlung

Bei der hormonellen Behandlung wird dem Hund ein Chip unter die Haut gesetzt. Dieser ist ca 6 Monate wirksam und verhindert ungewollte Deckakte mit Nachwuchs. Wird nach dieser Zeit kein Chip mehr implantiert, bildet sich das Sexualhomon wieder wie vorher.

Kastration

Bei der Kastration werden dem Rüden unter Narkose die Hoden entfernt. Es besteht ein Narkoserisiko.
Es gibt keinen ungewollten Nachwuchs und das Risiko an Hodenkrebs zu erkranken ist auch ausgeschaltet.
Es kann zu Fellveränderungen und einen geänderten Stoffwechsel kommen, bei dem es zu Gewichtszunahme kommt. Verhaltensänderungen beim Zusammentreffen mit anderen Rüden könnten zu Problemen führen.
Die Kastration stellt eine Amputation laut Tierschutzgesetz §6 dar und darf nur nach medizinischer Indikation vorgenommen werden.


Sterilisation/Vasektomie

Sterilisation ist das durchtrennen der Samenleiter, ebenfalls unter Narkose. Der Rüde ist weiterhin sexuell aktiv, ohne jedoch Nachwuchs zeugen zu können.

Erkrankungen des Rüden

Präputialkatarrh („Hundetripper“)

Prostatavergößerung


Fruchtbarkeitskontrolle

Hormonelle Läufigkeitsunterdrückung

Kastration

Die Kastration bei der Hündin wird unter Vollnarkose vorgenommen. Dabei wird die Bauchdecke geöffnet.
Bei der Kastration können nur die Eierstöcke entfernt werden, oder Gebärmutter und Eierstöcke. Ersteres wird deshalb vorgeschlagen, weil die Resthormonaktivität der Gebärmutterhörner nicht zu unterschätzen ist; Harnträufeln (Inkontinenz) tritt dann tatsächlich weniger häufig auf. Die Hündin hat dann keinen Läufigkeitszyklus mehr und ist unfruchtbar.
Auch dieser Eingriff bedarf einer medizinischen Indikation, da er unter das Tierschutzgesetz §6 fällt.
 

Sterilisation

Bei der Sterilisation werden die Eileiter abgebunden. Der Hund muss in Narkose gelegt werden und die Bauchdecke wird geöffnet. Die Hündin hat noch ihre Sexualhormone ist jedoch nicht mehr in der Lage Welpen zu bekommen.

Erkrankungen der Hündin

Gesäugetumore

Pyometra

Kurzbeschreibung

Eine Dissertation.


Staupe
Link MSD


Hepatitis
Link MSD


Parvovirose
Link MSD


Tollwut
Link MSD


Leptospirose
Link MSD


Zwingerhusten
Link MSD


Leitlinie des bpt zur Impfung von Haustieren.



Herzwurm

Peitschenwurm

Spulwurm

Hakenwurm

Bandwurm

Giardien

Auwaldzecke/Braune Hundezecke/Holzbock

Sarcoptesmilbe

Demodexmilbe

Floh

Herbstgrasmilben

Vorsorge:

Tägliches absuchen von Zecken und vierteljährliche Entwurmungskuren mit wechselnden Anthelminthikum beugen Parasitenbefall vor. Das aufbringen von Parasitenspray, Spot-on oder Tragen von Protektorhalsbändern mindert den Floh und Zeckenbefall und damit das Risiko einer
Borrelieninfektion.